Zur Wirkungsabschätzung der geförderten Agrar-Umwelt-Maßnahme (AUM) werden verschiedene Begleituntersuchungen (Fallstudien) in Landwirtschaftsbetrieben durchgeführt.
Auf Förderflächen mit Kleegras, Ackergras und Grassamenvermehrung (Deutsches Weidelgras) sowie Referenzflächen werden mit Streifnetzfängen die Insekten und Spinnentiere der Krautschicht und mit Bodenfallen am Boden lebende Laufkäfer und Spinnen erfasst (Abb. 3). Daraus werden Aussagen über die funktionelle Biodiversität (wichtige Ökosystemleistungen wie Bestäubung und natürliche Schädlingsregulation) auf den Untersuchungsflächen abgeleitet.
Des Weiteren werden Untersuchungen zum Bodenabtrag und Infiltrationsvermögen (Beregnungsversuche - Abb. 1) durchgeführt, um die Erosionsschutzwirkung dieser Flächen (im Vergleich zu Silomais-Flächen) zu beurteilen. Ferner erfolgen Untersuchungen zum mineralischem Stickstoffgehalt (Nmin) zu Vegetationsbeginn und -ende, um die potentielle Auswaschungsgefährdung der Flächen zu bestimmen (Abb. 2).
Abb. 1:Durchführung von Beregnungsversuchen
Abb. 2: Nmin-Probenahme
Die biologische Aktivität auf den Ackerfutterflächen und auf Referenzflächen wird mittels Bodenproben (Bestimmung der mikrobielle Biomasse Cmik) und Regenwurmbeprobungen erfasst. Diese Begleituntersuchen anhand von Fallstudien sollen den Wirkungsbeitrag der angewendeten Maßnahmen auf diesen Flächen in Bezug auf Biodiversität, Bodenleben, Bodenqualität,und Stoffaustragsminderung abschätzen.
Abb. 3: Erfassung der am Boden lebender Laufkäfer und Spinnen anhand von Bodenfallen